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Hasbro hat im Vorfeld einer neuen Risiko-Ausgabe (Angekündigt für den August 2008) ein auf 1000 Exemplare limitiertes Spiel Risk BLACK OPS an Risiko-Fans verteilt. Das Spiel ist im Handel nicht erhältlich. Wie der Zufall es will, war easy-move im Verteiler, da wir uns in früheren Jahren die Darstellung der Risiko-Symbole auf unserer Homepage haben quasi freischalten lassen. Das sich das mal auszahlen wird, hätte niemand gedacht.
Aus diesem Grund wird diese Sonderedition ab dem heutigen Tage gehütet wie ein Schatz.
Der Lotto- und Risikoclub easy-move scheute sich nicht davor, dieses Exemplar auf Herz und Nieren zu testen. Daraus entwickelte sich eine Rezension (kommt aus dem lateinischen und bedeutet soviel wie “Musterung” oder “Besprechung”), welche das, überarbeitete Spielsystem, ausführlich darlegt.
Vorab müssen wir an dieser Stelle erwähnen, dass wir bei der Übersetzung ins Originale uns nach der Ur-Version orientierten, d.h. es gibt keine Missionen oder Gebiete oder Einheiten die befreit oder erfüllt werden, sondern, hart aber fair, Aufträge, Länder, Armeen mit vernichten bzw. erobern. Punkt.
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Rezension BLACK OPS
Allgemein
- Die Farbwahl der Sonderedition entspricht gut dem Charakter des Spiels. Leider wirkt die endgültige Version (jetzt im Handel) eher verspielt (in Rottönen gehalten). Die Einer-Armeen, die Städte und Hauptstädte passen sich gut an, die 3-Armeen sehen allerdings etwas mickrig aus (Gilt für die Sonderedition). Die Plastikpfeile wären durchaus verbesserungswürdig, weil sie nicht besonders griffig sind (Gilt für die aktuelle Version).
Die Idee mit den Sternen auf den Länderkarten und die freie Wahl des Eintauschen ist sehr gut durchdacht. Das Zufallsprinzip, wie bei dem Vorgängermodell (oft spielentscheidend, wer bei der stets steigenden Anzahl einzutauschender Armeen gegen Ende der Spielrunden die richtige Kombination aus Pferd, Kanone und Reiter hatte), wird damit zum Glück ausgeschaltet. Ein weiterer, großer Vorteil ist die freie Wahl der Aufträge, wobei die Prämien in der Command-Room Variante erstaunlicherweise einen wichtigen Einfluss auf das Spielgeschehen hatten. Wir haben auch schnell festgestellt, dass dieses Spiel von Anfang an taktisch ausgelegt ist und man, auch wenn man selbst noch nicht an der Reihe ist, den Spielverlauf gut verfolgen muss, um seine eigene Taktik durchsetzen zu können. Außerdem hat man den unschlagbaren Vorteil, seine Taktik zu ändern und sie dem Spielverlauf anzupassen. Das war beim Vorgängermodell das relativ große Manko. So hatten sich oft die Fronten nach Beginn des Spiels recht schnell verhärtet und erst gegen Ende wurden die gegnerischen Linien geknackt. (Man muss dabei sagen, dass wir bis dahin noch die Ur-Version spielten, mit 3 Angriffs- und 3 Verteidigungswürfeln. Dementsprechend sind die Angriffe weitaus verhaltener ausgefallen). Außerdem war eine „schlechte“ Auftragskarte (z.B. Asien + Südamerika erobern) bei insgesamt 6 Spielern quasi nicht zu schaffen (ist bei uns in den vielen Jahren jedenfalls nicht vorgekommen). Das lähmt teilweise die Moral und die Spielfreude ungemein.
- Bei dem neuen Spiel ist der Angreifer „theoretisch“ im Vorteil (...so wie es auch schon bei den aktuellen Risikospielen mit 3 Angriffs- und 2 Verteidigungswürfel der Fall sein sollte) und das wirkt sich auch sehr auf die Spielentwicklung aus, da auch zögerliche Spielertypen mehr riskieren müssen, um überhaupt im Spiel zu bleiben. Beim Vorgängermodell (3 gegen 3) war eine defensive Taktik nicht unbedingt nachteilig. Wir sind jedenfalls auch wieder auf 3 gegen 2 umgestiegen um das Spiel auch auf längere Sicht interessanter zu halten.
- Spielvariante 1: Basic Training
Die Gleichverteilung und -gewichtung bewirkt einen guten Einstieg in das Spiel. Das Gefühl, wann man Wen angreift muss man sich aber erst erarbeiten, auch wenn man das Spielprinzip kennt. Das ständige Zählen der Städte und der Länder, welche man in Besitz hat, setzt einen „nüchternen“ Verstand voraus, weil man immer gewillt ist das Maximum herauszuholen. Das bremst ein wenig den Spielfluss.
- Es war zum Glück nicht erkennbar, ob jemand durch seine Position (Farbe) in der Basis-Aufstellung oder durch die Reihenfolge (wer fängt an, wer ist letzter und bekommt Länderkarten) einen Vorteil hatte. Der gefühlte Nachteil in Asien, Europa oder Nordamerika platziert zu sein (viele Grenzen, viele gegnerische Angriffsbemühungen) wird durch das mögliche Erreichen einer Auftragskarte kompensiert. Nichtsdestotrotz ist das Verteidigen von Südamerika, Afrika und Australien eigentlich keine Kunst und die zusätzlichen Armeen pro Runde bares Gold wert. Aber das weiß wohl ein jeder Risikospieler. Als Übergang zur Command Room Variante aber sehr empfehlenswert.
- Spielvariante 2: Command-Room
- Die Wahl eines freien Landes, zur Platzierung der Hauptstadt mit einer Armee, wirkt sehr durchdacht. Da die zufällig platzierten Städte teilweise aber auch eng beieinander stehen können, kommt es in manchen Kontinenten schon zu Anfang zu erbitterten Schlachten um den Vorteil zusätzlicher Armeen. Daraus wiederum resultiert eine etwas träge Spielentwicklung. Diese löst sich allerdings auf, sobald jemand einen entscheidenen Vorteil bekommt (beispielsweise durch Würfelglück) und der andere/ die anderen auf eine neue Taktik übergehen.
- Da nur 8 Aufträge vorhanden sind, ist eine Eliminierung eines Spielers mit einer Auftragskarte fast schon zwingend erforderlich (haben wir jedenfalls festgestellt). Das schürt die Jagd nach einen angeschlagenen Spieler erheblich, weil man ja auch dann die Länderkarten des Unterlegenen bekommt. Bei der Vorgängerversion hütete man sich davor, jemanden herauszuwerfen, aufgrund der steten Gefahr, ein anderer Spieler könnte seinen Auftrag (z.B. Vernichten Sie die rosafarbenen Armeen) damit erfüllen.
- Wenn man Pech hat, kann man seine Hauptstadt nicht ausreichend sichern. Immer nur eine Startarmee zu verteilen (es geht im Uhrzeigersinn weiter), birgt die Gefahr, dass eine andere Farbe in einem Nachbarland ebenfalls aufrüstet. Das macht die Situation für den jeweiligen Spieler mit der Hauptstadt schwierig, vor allem im Hinblick auf das Ziel (3 Aufträge + eigene Hauptstadt). Allerdings ist auch das nicht unlösbar.
- Die Prämien bzw. der Bonus ist eine gelungene Neuerung. Bei uns hatte jedenfalls der Bonus-Verteidigungswürfel einen durchschlagenden Erfolg bei der Abwehr eines finalen Angriffs. Man muss aber auch erwähnen, dass der verteidigende Spieler durch die theoretische Überlegenheit dreier Angriffswürfel fast keine Möglichkeit der Regeneration besitzt. Andere Spieler stürzen sich auf ihn, weil Sie dem ersten Angreifer keine zweite Chance geben wollen, eine leicht verdiente Auftragskarte zu ergattern. Aber dazu gibt es bei diesem Spielsystem wohl keine Alternative.
Fragen, Anmerkungen und Druckfehler: (bereits prompt beantwortet von Hasbro, Respekt an dieser Stelle)
Unsere Fragen (die sich nach der ersten Testrunde stellten):
- Frage1: Muss man eine Hauptstadt immer mit einer Armee sichern, oder reicht das Vorhandensein der Hauptstadt?
Antwort: Eine Haupstadt muss immer mit einer Armee gesichert sein.
- Frage2: Wenn man eine Auftragskarte ziehen kann, kann man auch zwischen Auftrag und Länderkarte wählen?
Antwort: Wird weder in der Anleitung erwähnt, noch hat Hasbro keine wirkliche Antwort auf diese Frage. Kommt wohl nicht oft vor, dass jemand statt des erfüllten Auftrags lieber eine Länderkarte haben möchte. Kann aber auch sein, dass der Spieler gepennt hat und sich die Chance des erfüllten Auftrages entgehen lässt (oder gar mit Absicht ? Ein Schelm wer böses dabei denkt.)
- Frage3: Wenn man die Auftragskarten des Gegners (nach dessen Vernichtung) bekommt, kann man gleichzeitig noch eine Auftragskarte (wenn das am Ende des Spielzuges möglich ist) vom Spielbrett nehmen, oder darf man nur maximal eine Auftragskarte an sich nehmen (was für die Auftragskarten auf dem Spielbrett ja gilt) ?
Antwort: Man erhält sowohl die Auftragskarten des Vernichteten als auch die Auftragskarte auf dem Spielbrett
- Frage4: Warum sind die Aufträge in Über- und Untergeordnete Aufträge unterteilt ?
Darauf gibt es auch keine eindeutige Antwort. Soll wohl mehr an den Schwierigkeitsgrad erinnern. Eine Reihenfolge muss man laut der deutschen Übersetzung jedenfalls nicht beachten.
- Frage5: Zu welchen Zeitpunkt muss oder kann das Airfield (Prämie für einen erfüllten Auftrag) eingesetzt werden?
Laut der neuen Übersetzung wird das Airfield (auf gut Deutsch “Flugplatz”) sofort nach Erhalt auf ein eigenes Land gesetzt und gilt damit ab sofort.
Anmerkung:
- Schön wäre ein zusätzlicher Satz für einen 6. Spieler (wahlweise als kostenpflichtige Erweiterung; für uns jedenfalls eine lohnende Anschaffung) - laut Hasbro leider nicht verfügbar. Man bekommt aber jederzeit Ersatz für verloren gegangene Teile
- Würfelbecher (bitte kein Kunststoff) wären sinnvoll - sind laut Hasbro aber nicht vorgesehen
- Aufbewahrungsboxen wären auch sehr sinnvoll (sowohl für die Karten, als auch für die verschieden-farbigen Armeen), auch um das Material zu schonen - ebenfalls in der Neuausgabe nicht vorgesehen
Druckfehler:
- In der Aufstellung der Basic Training Variante soll man eine Stadt in die Ukraine stellen. Auf dem Spielbrett ist das Land aber mit Russia bezeichnet. Laut Hasbro ist dieser Druckfehler bereits ausgemerzt.
Zusammenfassend möchten wir Hasbro für die gelungene Weiterentwicklung des Riskospiels ein dickes Lob aussprechen. Wir sind überzeugt, dass sich diese Spielvariante auch bei eingefleischten Risikospielern (so wie wir es sind) durchsetzen wird. Auch allen anderen Spielern können wir dieses Spiel getrost ans Herz legen und Weiterempfehlen. Wir haben gemerkt, dass diese Version von der reinen Spielzeit her tendentiell schneller als sein Vorgänger ist. Hinzu kommt, durch die taktische Auslegung, ein etwas interessanteres und lebendigeres Spiel und zwar von der ersten bis zur letzten Minute. Da verschmerzen wir (allerdings nur ein wenig), dass das Spiel nur für 5 Spieler ausgelegt ist. In unseren Augen ist und bleibt RISIKO ein Mehrspieler-Spiel.
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Aktuelles:
Holk macht wieder einmal den Sack zu und erringt zum ersten Mal den BLACK OPS Thron. Gegner komplett demoralisiert und kurz vor der Selbstzerfleischung. Macht aber nichts. Neues Spiel neues Glück.
Unsere Link-Empfehlung für diese und nächste Woche: Hasbro das Spieleimperium und die berühmte Risiko-Gruppe aus Lorsch
Vorschau:
Die ultimative Startseite lässt sich immer noch lang bitten. Aber Geduld ist ja nun auch eine Tugend.
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